Daniel Grosse - Buchautor - Marburg-Marbach

Ich schreibe Bücher mit skurrilen Charakteren. Krimis zum Beispiel, keine bestialischen, eher solche, die Sie erschaudern - und oft auch schmunzeln lassen. Die Geschichten spielen in Marburg-Marbach, teils zusätzlich in Berlin. 2016 erschien Plausch am Ententeich, für 2019 ist Grauen am Ententeich (Arbeitstitel) geplant. Blutiger, und der regierende Bürgermeister von Berlin kommt ins kleine Marbach. Der Krimi spielt in der Chor-Szene.

Aktuelles: 2018 werde ich noch zweimal aus dem Plausch lesen. Beide Male in "der Marbach".
Die SPD Berlin schreibt zu meinem Manuskript von Grauen am Ententeich: "...vielen Dank für Ihre E-Mail. Gerne könne Sie uns einen Auszug zukommen lassen. Viel Erfolg für Ihre Arbeit und freundliche Grüße aus dem Kurt-Schumacher-Haus..."
Nun denn, Herr Bürgermeister ;-)

Plausch am Ententeich 

Im ersten Teil der Marbach-Krimi-Reihe hasten Birger und Betty durch die Marbach. Denn: Was so stinkt und seltsam ist, das müssen Birger und Betty abliefern und rechtzeitig Todgeweihte warnen. Dafür hasten sie durch die Marbach, aber nicht alleine. Viel Zeit bleibt den Suchenden nicht. Einer hat längst einen perfiden Plan geschmiedet. 

Stimmen zum Buch

„Die Charaktere sind schräg, die Geschichte ist skurril und spannend. „Plausch am Ententeich“ ist der erste Kriminalroman von Daniel Grosse und spielt in Marburg, der Stadt, in der er lebt und einen Internetblog betreibt. Es ist ein Online-Fortsetzungskrimi, der in 26 Stunden zu einem Werk aus 26 Kapiteln gewachsen ist. Nun liegt die Taschenbuch-Fassung vor. Erstaunlich, was dabei herauskommen kann, wenn es schnell gehen soll.“ HNA

„...Flott inszeniert er - Daniel Grosse - eine Geschichte mit liebevoll entworfenen Figuren, die durch die genauestens beschriebenen Straßen und Wälder des Ortes eilen. 60 Minuten hat sich der Autor täglich gegeben, ein Kapitel zu schreiben – bis der Fortsetzungsroman von A bis Z fertig war. Das auferlegte Schreiblimit korrespondiert zum atemlosen Rennen gegen die Zeit im Krimi. ...“
 Kulturportal feuilletonscout

„...Aus Schmonzette wird Marbach-Krimi ... Höchste Zeit, sich mit dem Autor zu treffen. Der Treffpunkt versteht sich von selbst: der Ententeich. ... Inhaltlich hat Daniel Grosse ordentlich improvisiert, erzählt er. Auch das bewusst. Erst in Kapitel Y habe er letztlich gewusst, wie es enden würde ... Und auch andere Orte im Stadtteil, die in der Geschichte vorkommen, sind für ihn jetzt mit eben der verbunden. ..“ Oberhessische Presse

„..die Geschichte bleibt spannend und unterhaltsam. Und nicht zu ernsthaft, augenzwinkernde Selbstironie macht die Geschichte so sympathisch, die Zeichnung von Barbara Grosse auf dem Titelblatt gibt eine gelungene Einstimmung. ..“
 Online Zeitung „das Marburger“

Weitere Stimmen:
„Der Journalist Daniel Grosse aus Marbach hat eine neue Form des Krimi-Schreibens entwickelt, nämlich das open-end-one-hour-fix-limit-writing. Die Bezeichnung stammt von mir, aber geschrieben hat er nach eigenen Angaben genau so. Ein Kapitel in einer Stunde. …...einen abgeschlossenen Krimi zu schreiben, ohne vorher stehenden Plot aber mit tagesaktuellen Einsprengseln aus der realen Welt, und ihn in den verbleibenden vier Tagen auf Druckreife zu bringen...Der Plot ist schräg und bleibt nur dank der beiden bodenständigen Hauptfiguren Birger und Betty lebensnah. ...“ Carmen Eickhoff von der Textscheune
 
„Super spannende, lustige und unerwartete Story! Ganz besonders toll ist die Kontextgebung durch Ort und Zeit - alle Schauplätze und zeitlich passende, integrierte Diskursereignisse sind echt, was dem ganzen sehr viel humorvolle Authentizität verleiht. Danke für diese unkomplizierte und dennoch komplexe, schaudrig-schöne Geschichte aus meiner Geburtsstadt Marburg...“
siebenfels - 7-7-field

„...Wer auf der Suche nach einem kurzweiligen Regionalroman mit schrägen Charakteren ist, der mag sich zum Plausch am Ententeich dazugesellen.“
 Buchblog lesezauber

„Das Ergebnis des Marbacher Experiments ist ein Stilmix im Krimi-Lovestory-Kleid, mit teilweise wunderbar lakonisch hingerotzten Momentaufnahmen. Etwa wie der von "Harry", der 'am liebsten seine Bratpfanne genommen' und seine Alte für immer zum Schweigen gebracht hätte, 'aber gerade noch rechtzeitig erkannte, dass es Wichtigeres für ihn zu tun gab'. Für diese amüsanten Momente im klebrigen Sud aus Schwarzwälder Kirsch, Entengrütze und Hausschlappen ...“ Eva Engelken

Schreibexperiment mit Nachrichten
und der Eieruhr

 Noch ein großes Alleinstellungsmerkmal? Nach den ersten Kapiteln habe ich an deren jeweiligem Ende aktuell Nachrichtliches eingearbeitet, es mit der Geschichte verzahnt. Damit bildet der Plausch am Ententeich auszugsweise zusätzlich das Zeitgeschehen von März bis Juni 2016 ab. Denn mit dem hyperlokalen Online-Fortsetzungskrimi “Plausch am Ententeich” ist in diesen wenigen Monaten, in insgesamt 26 Stunden reiner Schreibarbeit, ein Gesamtwerk aus 26 Kapiteln entstanden, von A bis Z. Dieses Werk steht in der Online-Fassung im Netz. Jedes Kapitel habe ich nach der 45-Minuten-Regel verfasst: 45 Minuten schreiben mit Blick auf die tickende Eieruhr, 15 Minuten korrigieren und auf Logik überprüfen.

Warum diese zeitliche Begrenzung - und nicht z. B. eine andere zeitliche Begrenzung? Weil ich jeweils nur eine Stunde für ein Kapitel aufwänden wollte. In diesen 60 Minuten galt es, das Maximale zu stemmen. Und wer sich auf den Plausch am Ententeich einlässt, erlebt mit, wie sich eine Geschichte entwickelt, die ich vorher selbst noch nicht kannte. Noch nicht einmal in Ansätzen. Und das als der Autor des Ganzen. Bis auf die letzten zwei der 26 Kapitel habe ich alles improvisiert. Am Schluss musste ich viele Stränge miteinander verknüpfen, ein logisches Ende finden. Deshalb brach ich für Kapitel Y und Z meine 45-Minuten-Regel. Meine Figuren im Plausch am Ententeich machen Dinge, die mich beim Schreiben immer wieder überrascht haben. Trotzdem ist die Geschichte am Ende rund. Und endlich kenne ich auch Birger und Betty recht gut.
Mehr im Interview unter leserkanone

Die Taschenbuch-Fassung von Plausch am Ententeich
ist überarbeitet und korrigiert.

Grauen am Ententeich 

Zweiter Teil der Krimi-Reihe um Birger und Betty. Meine Marbach-Krimis werden erwachsen. Spielort ist diesmal auch Berlin. Sogar der Regierende Bürgermeister der Hauptstadt reist dort in den beschaulichen Marburger Stadtteil. Erscheint 2019. 

Leseprobe aus der
Rohfassung des Manuskripts

...Vor der Ruine der Berliner Gedächtniskirche saß ein Mann auf den kalten Stufen, gekleidet in einen grauen Wollmantel. Ein roter Schal hielt seinen Hals warm. Für einen Spätsommerabend war es eigentlich viel zu kühl. Ein fast schon eisiger Wind pfiff durch die Häuserschluchten Berlins. Im Hintergrund hupten Autofahrer in einem fortwährenden Stakkato. Der Feierabendverkehr beherrschte die Hauptstadt in diesen Minuten. Der auf den Stufen sitzende Mann hörte genau zu, lauschte jedem Ton, den Verkehr nahm er jedoch nicht wahr. Denn wenige Meter vor ihm hatten sich zwei Dutzend Menschen platziert. Links die Frauen, in der Mitte Männer, zur Rechten wieder Frauen. Sie öffneten ihre Münder. Leonard Cohen hätte sich in diesem Moment vielleicht neben den Mann mit dem roten Schal gesetzt, könnte er jetzt noch hier sein. Die Menschen in der Gruppe sangen dessen bekanntestes Stück: Halleluja.

Beim Gemischten Chor Tegel, dem der Mann auf den Stufen konzentriert zuhörte, gehörte das Stück schon lange zum festen Repertoire. Plötzlich ging ein Ruck durch die Gruppe der Sängerinnen und Sänger. Die Töne trafen sie nicht mehr richtig, der Chorleiter der Tegler drehte sich irritiert immer wieder um. Manfred Meller, der Mann auf den Stufen vor der Gedächtniskirche, wusste natürlich, weshalb die Mitglieder des Chors sich nicht mehr konzentrierten. Er war erkannt worden. Dabei muss doch auch ein Regierender Bürgermeister mal still und allein inmitten seiner Stadt sitzen dürfen, ohne dass er gleich als Amtsträger zu identifizieren ist, dachte sich der Mann: als DER Amtsträger.

Manfred Meller war nun seit mehreren Jahren der Chef Berlins. Und Meller liebte den Chorgesang. Immerhin war er selbst aktiver Sänger, und er war Schirmherr eines Herbstkonzerts, das in wenigen Wochen in seiner Gedächtniskirche in Berlin stattfinden sollte. Auch ein Gemischter Chor aus dem Marburger Stadtteil Marbach sollte doch dabei sein, erinnerte er sich eben noch, als er den Teglern zuhörte. Die Marbacher hatten Meller einen Brief geschrieben: „....Wir freuen uns sehr über Ihre
Einladung. Die Freikarte, die Sie uns geschickt haben, hängt bereits gerahmt in unserem Probenraum. Unser Vorsitzender hat das gleich erledigt. Wir übersenden Ihnen noch zusätzlich herzliche Grüße unseres Chorleiters. Obwohl er mehrere Chöre leitet, schafft er es, im Herbst mit nach Berlin zu reisen. Das ist wunderbar. Freuen Sie sich auf unsere Stücke, die wir derzeit noch proben. Es grüßen Sie herzlich die Sängerinnen und Sänger des Gemischten Chores aus der Marbach.“

Der Chorleiter der Tegler senkte die Arme, der Chor verstummte. Vor der Gedächtniskirche war ein Klatschen zu hören. Manfred Mellers Beifall ging zwar fast unter in dem frühabendlichen Verkehrslärm. Aber der Regierungschef war glücklich, erhob sich, Meller schlenderte davon und freute sich auf seine eigene Chorprobe mit seinem Gemischten Chor am Donnerstagabend. Bei Henry an der Ecke blickte Meller auf einen Kiosk. Sonst waren dem Mann die großen Buchstaben auf der Bild-Zeitung immer egal gewesen, wie sie versuchten, in fast schon schreiender Manier Leser anzulocken. Ein Wort schaffte es aber, diesmal selbst Meller für das Blatt zu interessieren: Notenschlüssel. „Rätsel um blutigen Notenschlüssel“, las er auf der Titelseite der Berliner Spätausgabe. Zum ersten Mal in seinem Leben kaufte er diese Zeitung und jetzt das. Eine 28-jährige Sängerin wurde mit einem Messer im Brustkorb aufgefunden, las Meller. Sie hatte eben noch geprobt, mit ihrem Gemischten Chor. Geschehen war das Unfassbare in einer hessischen Universitätsstadt. Die Zeitung schrieb weiter von einem Marburger Stadtteil. Nur ein „M.“ zusätzlich war der einzige Hinweis auf diesen Stadtteil. Der Regierende Bürgermeister riss die Augen auf. Er erinnerte sich an den Brief . Der kam doch von diesem Chor aus Marburg-Marbach. Sollte das tatsächlich die Sängerin dieses Chors sein, den er persönlich eingeladen hatte, nach Berlin zu kommen? Eine Träne rann die Wange des Mannes herab. Meller erinnerte sich, dass sein Vater doch diesen Fotomann , einen nun wohl sehr alten Mann, aus früheren Zeiten kannte. Hatte der nicht auch mal bei einer Marburger Lokalzeitung gearbeitet. Er holte sein Handy aus der Tasche, suchte im Verzeichnis nach „Meller Senior“ und wartete. Sein Vater nahm nach dreimaligem Klingeln ab.
Wenn schon im fernen Berlin die Nachricht von der erstochenen Mareike Pelleworm Bild-Zeitungsleser interessierte, dann erst recht die Marburger. In der dortigen Marbach war der Chor-Mord das Thema am folgenden Tag. ...

Willkommen! 

Journalist, Autor und Redakteur - als solcher recherchiere und schreibe ich für lokale und überregionale Medien. Über Recht, die Juristen, über Beruf und Karriere, häufig in den vergangenen Jahren zum Berufsbild Unternehmensjurist. Hinzu ist 2016 das Schreiben von Krimis gekommen. 

Jimdo

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